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Klinische Pathologie

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Die Pathologien erhalten ihre Aufträge direkt von den Klinikern im Spital oder auch von Hausärzten (dies trifft aber eher selten zu). Also sind unsere Auftraggeber in erster Linie interne Abteilungen, externe Spitäler/ Rehakliniken/ Alters- und Pflegeheime/ Psychiatrien (entweder muss man vor Ort den Auftrag erfüllen, oder die Verstorbenen werden zu uns gebracht). Damit überhaupt erst eine Autopsie durchgeführt werden darf, muss die Einwilligung der Angehörigen vorliegen (die
Notwendigkeit der Zustimmung regelt das kantonale Gesundheitsgesetz).

Das Institut für Klinische Pathologie der Universität Zürich, um dies als Beispiel zu nennen, ist verantwortlich für die gesamte Breite der morphologischen Diagnostik, sowie für Aus-, Weiter- und Fortbildung auf dem Gebiet der Pathologie.(Ein Spital sieht sich daher auch als Lehranstalt, da sie für
die Ausbildung der zukünftigen Ärzte verantwortlich ist).Daher gibt es auch diverse Studentenkurse. Ein Schwerpunkt des Instituts ist die klinisch orientierte Forschung mittels molekularer Methoden. Das Institut für Klinische Pathologie besteht aus den Abteilungen Biopsie/Autopsie, Zytologie, Pädopathologie, Neuropathologie sowie Molekularpathologie (Diagnostik/Forschung). Das gemeinsam mit dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin geführte Krebsregister der Kantone Zürich und Zug
übt eine wichtige Funktion bei der Tumordokumentation und Inzidenzerfassung von
Krebserkrankungen aus.

Das Ziel des Institutes ist eine hoch spezialisierte Diagnostik auf universitärem Niveau, dafür kann sich das Institut nach den Normen ISO 15189 und ISO/IEC 17025 sowie ISO/IEC 17020 akkreditieren lassen. Das Institut für Klinische Pathologie übt dadurch eine Zentrumsfunktion für Pathologie aus. Es werden gleichzeitig hohe Leistungen in der klinischen (patientenorientierten) Forschung und in der
Lehre angestrebt.

Die Autopsie wird in einem kleinen Team durchgeführt (ein Humanpräparator und ein Assistenzarzt in Begleitung eines Oberarztes).
Anschliessend wird die Diagnose mit dem Oberarzt besprochen (nur die makroskopische/ mit dem blossem Auge sichtbaren Befunde). Die endgültige Diagnose, welches die Histologie (mikroskopische Befundung) mit einschliesst, wird anschliessend in einem Bericht dem Auftraggeber zugesendet. Intern werden die makroskopischen Befunde den Klinikern direkt gezeigt. Dies ist zur Qualitätssicherung wichtig, d.h., falls es z.B. eine neue Operationstechnik oder auch
neues OP-Material gibt, muss natürlich darauf geachtet werden ob eine gute Wundheilung erfolgt ist oder ob sonstige Komplikationen aufgetreten sind. Dies kann man auch bei neuartigen Therapien verfolgen. Die Qualitätssicherung dient aber auch bei der schon gestellten Diagnose. Heut zu Tage umfasst der Beruf des Humanpräparator noch viele zusätzliche Tätigkeiten auf, welche je nach Institut variieren, zum Beispiel Mithilfe in den Labors, Verwaltung der Asservate, Betreuung
des Bestellwesens, das Führen von Statistiken, Kontakte mit Behörden, Bestattern und Angehörigen, uvm.
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