Verband Schweizerischer Anatomie - Pathologie Präparatoren

 

20 Jahre VSAPP-ASPAP

2005

Jubiläumsprogramm

  • Erste Jubiläumsveranstaltung

  • Bericht Interlaken

  • Bericht über die 3. Jubiläums/Fortbildungsveranstaltung ,,Herbstzauber“ am 16. /17. September 2005 in Zürich

Erste Jubiläumsveranstaltung

Die Abgründe der menschlichen Psyche

Ein Bericht und Bilder von Roland Spiegel, Spitalzentrum Biel

Erster Tatort: 9. April 2005, ca. 09.20 h Autobahn Richtung Bern.
Ausserordentlicher Schneefall und in der Folge schneebedeckte Fahrspur. Viele der Automobilisten entdecken bei diesen Wetterverhältnissen ihre „kriminelle Ader“, welche sich an der Fahrweise bemerkbar macht. Angesichts ob dieser Tatsache steigt die Motivation in Bälde das Kriminalmuseum (sprich Lehrmittelsammlung) des KTD-Kapo Bern zu besichtigen rapide. Vielleicht wünschen sich diese Fahrer ja einen Platz an der Pinwand?

Zweiter Tatort: Nordring Bern
Herr Roland Dorn wartet, nimmt uns in Empfang und leitet uns weiter an die
Herren Kurt Lehmann und Heinz Marti sowie Frau Marianne Lehmann als Assistentin. Es wäre müssig, die äusserst interessante Führung im Detail wiederzugeben. Mit Erstaunen und Erschrecken stelle ich fest, wie der Mensch Energie und Einfallsreichtum entwickelt um die Mitmenschen zu betrügen oder an Leib und Leben zu schädigen.

Pünktlich zur Mittagszeit stellt sich bei fast allen Hunger und Durst ein.Dritter Tatort: Das Restaurant Mappamondo in der Länggass - Strasse eignet sich gut um die obgenannten Bedürfnisse zu befriedigen. Die kriminelle Energie meines Körpers ist wieder ruhig.Vierter Tatort: Unterwegs, noch bevor wir in der Pathologie der UNI Bern eintreffen, zeigt uns Urs Königsdorfer einen Teilarbeitsbereich des Instituts für Rechtsmedizin.

 

 

Im Zusammenhang mit der neuen Untersuchungsmethode „Virtopsy“ (Forschungsauftrag) stellt uns Urs die neue CT –Anlage des Institutes vor. Trotz neuer Verfahren in näherer oder weiterer
Zukunft, sinnierte Urs, wird es die „Spezies Präparator“ auch in Zukunft noch geben.

 

Fünfter Tatort: Wir landen doch noch in der Pathologie der Universität Bern. Anschliessend führen uns Urs und Alfred Wüthrich vom Verbindungsgang „Millionenloch“ der Insel bis zum alt ehrwürdigen (zum Teil original aufgebauten) Anatomie – Hörsaal. 

 



 

Eine kurze Fragestunde und ein kleiner Fussmarsch zum  sechsten und letzten Tatort: Restaurant Locanda Ticinese beendete den Nachmittag.

Meinen Dank an alle beteiligten Organisatoren:

Urs Königsdorfer
Roland Dorn
Urs Wüthrich
Alfred Wüthrich

 

Bericht Interlaken

  

Samstag, 13. August 2005, 13.00 Uhr, Bahnhof Interlaken Ost

 

Verena, Rolli und ich sind auf dem Weg, die Teilnehmer des „Sommertraumes“ zu empfangen. Der Himmel ist bewölkt, aber die optimistische Verena ist sicher, dass es nicht regnen wird und wir das Schönwetter Programm durchziehen können. Schon von weitem erkennen wir unsere Berufskollegen und deren Partnerinnen, die herzliche Begrüssung zeigt uns, dass Verenas Vorschlag, in „ihrem“ Oberland ein Wochenende durchzuführen, ein Erfolg wird.

 

 

 

Zum ersten Mal werden die Teilnehmenden gründlich durchgezählt und mit den nötigsten Informationen versorgt. Danach beziehen wir im gemütlichen Hotel Carlton die Zimmer und bereiten uns in der Bar auf das Kommende vor.

 

 

 

 



 

 

 

 

Pünktlich um 14 Uhr wandern wir Richtung Interlaken West los. Ich kann mich an keine Wanderung des VSAPP-ASPAP erinnern, wir betreten also absolutes Neuland!

 

 

 

 

 

Gemütlich führt die Wanderung der Aare entlang nach Unterseen, vorbei am imposanten Stauwehr, wo sich einige Teilenehmer kaum mehr losreissen können. Zu gewaltig waren die tosenden Wassermassen und doch sooooooo geeignet für ein paar Erinnerungsföteli! Endlich erreichen wir Unterseen.

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier nutzen wir die Gelegenheit, uns zu unterhalten und Kontakte aufzufrischen.

 

 

 

 

 

 

Leider weiss ich nicht mehr so genau, was Norbert mir hier erklärt, es scheint aber sehr wichtig zu sein.

 

 

Leider weiss ich nicht mehr so genau, was Norbert mir hier erklärt, es scheint aber sehr wichtig zu sein.

 

Schon bald taucht der ehrwürdige Raddampfer Blüemlisalp auf, wir organisieren die diversen ½ Tax, GA's und ganzen Tickets, zählen die ganze Gesellschaft ein weiteres Mal durch und entern unter Verenas strengem Kommando das Schiff.

 

 

 

 

 

 

 

Schon bald taucht der ehrwürdige Raddampfer Blüemlisalp auf, wir organisieren die diversen ½ Tax, GA's und ganzen Tickets, zählen die ganze Gesellschaft ein weiteres Mal durch und entern unter Verenas strengem Kommando das Schiff.

 

 

 

 

 

 

Man geniesst die Eindrücke und ist gespannt auf das Kommende. Im Hotel Beatus erwartet uns ein geniales Apéritiv mit einem phantastischen Panorama. Die Sonne beschliesst, unsere Gruppe zu bescheinen, was auch die grössten Optimisten nicht erwartet hatten.

 

 

 







 

 

 

 

 

 

 

In diesem wunderschönen Rahmen geniessen wir den guten Wein und die ausgezeichneten Brote mit warmen Saucen, eine Spezialität des Hauses. Es wird diskutiert und gelacht, gegessen und fotografiert, einfach das ganze Angebot ausgiebig genutzt und sich daran erfreut!

 

 

 

 

Es braucht schon einige Überzeugungskraft, die komplette Gesellschaft rechtzeitig zum Landesteg zu lotsen. Zurück geht die Fahrt durch das zum Teil türkisfarbene Wasser nach Interlaken.

 

 

 

 

 

Nach einem gemütlichen Bummel durch die Touristenstadt erreichen wir das Restaurant „des Alpes“, wo wir in der gedeckten Gartenwirtschaft gemütlich zu Abend essen.

 

 

 

 

Es wird weiterhin gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht, von früher erzählt, gegessen und getrunken.

 

 

 

 

 

 

Nach einem gemütlichen Bummel durch die Touristenstadt erreichen wir das Restaurant „des Alpes“, wo wir in der gedeckten Gartenwirtschaft gemütlich zu Abend essen.

 

 

 

 

 

Es wird weiterhin gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht, von früher erzählt, gegessen und getrunken.

 

 

 

 

 

 

 

…es ist einfach sehr gemütlich.

 

 

 

 

Sonntagmorgen, 09.00 Uhr. Regen ist angesagt, aber die Sonne scheint! Das Wetterglück ist uns weiterhin hold und es sieht so aus, dass Verena ihr Versprechen halten kann, uns Brienzer- und Thunersee vom Harder aus zu zeigen.

 

 

 

Mit dem Harderbähnli geht's ziemlich steil und rasant auf den Hausberg von Interlaken. In wenigen Minuten sind die 600 Meter Höhendifferenz auf den Harder Kulm überwunden

 

 

 

 

Wir werden schon mit dem gedeckten Tisch zum urchigen Brunch erwartet. Es scheint Allen zu munden.Trotz einigen Regentropfen ist die Stimmung super, die Teilnehmenden bei bester Laune.  

 

 

 

 

 

 

Die feine Bernerrösti, der gute Bergkäse mit Zopf, nach einigen Pannen sogar ein heisser Milchkaffee, so lässt es sich gut leben.

 

 

 

 

 

Das Panorama ist trotz aufziehender Bewölkung sehr eindrücklich.

 

 

 

 

 

Nach diesem erlebnisreichen Wochenende trennen wir uns mit der Gewissheit, dass alle diese Tage lange in bester Erinnerung behalten werden!

 

 

 

Bilder: Rolli Dorn und Peter Schmid

Text: Urs Königsdorfer

 

Bericht über die 3.Jubiläums/Fortbildungsveranstaltung ,,Herbstzauber“ am 16. /17. September 2005 in Zürich

 

Zur 3. Jubiläumsveranstaltung im Rahmen des 20 jährigen Bestehens des VSAPP-ASPAP trafen sich die Mitglieder und einige Gäste in Zürich wo Norbert Alder als örtlicher Organisator zusammen mit dem Vorstand ein vielversprechendes Programm zusammengestellt hatte.

 

 

Zur 3. Jubiläumsveranstaltung im Rahmen des 20 jährigen Bestehens des VSAPP-ASPAP trafen sich die Mitglieder und einige Gäste in Zürich wo Norbert Alder als örtlicher Organisator zusammen mit dem Vorstand ein vielversprechendes Programm zusammengestellt hatte.

 

 

 

Nachdem uns anhand eines Videos ein Einblick in die Polizeiarbeit zu Wasser gewährt wurde und wir im Anschluss daran die Räumlichkeiten und das Tauchmuseum besichtigen konnten, durften wir noch eine Fahrt auf dem Polizeiboot über den nächtlichen Zürichsee zur Regionalwache Mythenquai unternehmen, wo uns die Einsatzzentrale erklärt wurde. Nach unserer Rückkehr und wieder mit festem Boden unter den Füssen begrüsste uns Urs Königsdorfer in einem sehr schönen Restaurant zum vom Verband offerierten Nachtessen. Hier konnten die Teilnehmer in gemütlicher Runde bei guten Gesprächen den ersten Tag ausklingen lassen.

 

Am Samstagmorgen begann im Departement für Pathologie des USZ der zweite Teil der Veranstaltung.

 

Nach der Begrüssung durch die beiden Gastgeber Prof. Moch und Norbert Alder referierte Herr Prof. Moch über das Thema ,,Pathologie - ein Fach im Wandel“. Er spannte hierbei sehr stimmungsvoll den Bogen über die Anfangszeiten dieses Faches, über Virchow und Rokitanzki bis hin zur heutigen ,,Hightechpathologie“ mit all ihren modernen diagnostischen Möglichkeiten und gewährte auch einen Ausblick in die Zukunft.

Im Anschluss daran sprach Dr. Tosoni über ein in der Pathologie schon länger etabliertes Spezialgebiet, die Zytologie. Er zeigte uns anhand von Beispielen die Vorgehensweisen bei der Probenentnahme und der Befunderhebung sowie die Schnittstellen, wo weitere klinisch diagnostische Methoden zur Anwendung kommen müssen.

 

 

 

Nach der Kaffeepause folgte der Vortrag ,,Das Herz - eine elektrische Pumpe“. Herr PD. Dr. Scharf erzählte uns hierbei viel Wissenswertes zu Funktion und Störungen des Reizleitungssystems und den heutigen therapeutischen Möglichkeiten wie zum Beispiel der Implantation moderner, den speziellen Bedürfnissen des Patienten angepassten Schrittmachern.

 

 

Herr Prof. Rüttimann zeigte uns mit seinem Thema ,,Kunsthände: früher und heute“ die enorme Weiterentwicklung von den damalig häufig getragenen Eisenhänden hin zur modernen Prothetik von heute. Er unterlegte dies mit zum Teil historischen Bildern und am Beispiel der Eisenhand des Götz von Berlichingen.

 

 

 

Es folgte der Beitrag von Herrn Dr. Vogt, der uns einen Einblick in die Diagnostik von Staublungen gab. Hier wurde auch die Versicherungsrechtliche Problematik deutlich die solche Erkrankungen unter dem Aspekt der Anerkennung als Berufskrankheit mit sich bringen können.

 

In der Mittagspause überraschte uns Norbert Alder mit einem wunderbaren russischen Büffet und den dazu passenden Getränken, welches uns stilecht von zwei charmanten Damen in russischer Landestracht kredenzt wurde.

 

 

 

 

 

 

So gestärkt hörten wir nach der Pause Herrn Prof. Zimmermann über die molekulare Diagnostik in der Pathologie. Hier wurde erneut deutlich welch rasante Entwicklung das Fach Pathologie im letzten Jahrhundert genommen hat, kann man doch heute bereits viele Erkrankungen mittels DNS entschlüsseln.

Ein eher die Rechtsmedizin tangierendes Thema griff Herr Hefti von der Wasserschutzpolizei auf. Er erklärte uns Problemstellungen bei der Bergung von Wasserleichen und die richtige Vorgehensweise bei solchen Ereignissen.

Kollege Roland Dorn führte uns die Entwicklung des Präparatorenberufes vor Augen. Waren früher sogenannte Sektionswärter lediglich Handlanger der Ärzte sind die Präparatoren von heute hochspezialisierte Berufsleute die neben der Beherrschung verschiedener Sektions und Asservierungstechniken und der damit verbundenen Qualitätssicherung auch komplizierte Geräte wie Röntgenanlagen oder gar Computertomographen und vieles andere mehr bedienen können müssen. Eine stetige Fortbildung und Anpassung an die heutigen Erfordernisse ist dabei unabdingbar.

 

 

 

 

Im Anschluss an die Ausführungen des Kollegen Dorn erfolgte die Übergabe des Fachausweises an Nadine Gubler, welche die Präparatorenprüfung mit Bravour bestanden hat. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch an Nadine!

 

 

Als Überraschungsgast stellte uns Herr Prof. Niggli das Projekt Sternschnuppe vor, das kranken und behinderten Kindern Herzenswünsche erfüllt. Sämtliche Referenten verzichteten dankenswerter Weise zugunsten dieser guten Sache auf ihre Honorare, sodass Norbert Alder einen Scheck als Spende an Herrn Prof. Niggli überreichen konnte.

Nach dem Schlusswort und dem Überreichen eines Jubiläumsgeschenkes an die anwesenden Verbandsmitglieder endete die Veranstaltung gegen 16 Uhr.

Es sei an dieser Stelle Herrn Prof. Moch und Norbert Alder mit seinem Team herzlich für die tolle Organisation und die Gastfreundschaft gedankt.

Norbert Alder ist es gelungen, eine qualitativ hochwertige und äusserst anspruchsvolle Fortbildung mit hervorragenden Referenten zu organisieren. Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft noch mehr Kolleginnen und Kollegen von solchen Möglichkeiten Gebrauch machen würden. Wie von Roland Dorn erwähnt befindet sich auch unser Beruf in einem stetigen Wandel in dem sich uns immer wieder neue Aufgabenfelder öffnen werden. Um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden müssen wir uns ständig weiterbilden und austauschen. Der Verband bietet hierzu mit solchen Veranstaltungen eine sehr gute Möglichkeit.

Frank Azzalini, Basel